Aktuelles

Hier sehen Sie aktuelle Nachrichten rund um unsere Abendschulen in Marburg.

Realschulabschluss geschafft!

Verabschiedung R4 2012 01_27

Geschafft!

Dieses Semester absolvierten 17 Studierende erfolgreich ihren Realschulabschluss; 2 Studierende wurden mit dem Fachhochschul-Abschluss verabschiedet.

Ihre Tutorin würdigte die Leistung der Studierenden, die 2 Jahre lang regelmäßig ihre Abende in der Schule verbracht haben. Sie wies augenzwinkernd darauf hin, dass die Schule während der Ausbildungszeit sehr gut für die Studierenden gesorgt habe: „Wir haben Sie zum Beispiel davor bewahrt, die Premiere des neuen Harry Potter Films zu besuchen. Stattdessen haben Sie hier den Mathematikunterricht besucht."

Yanik 2 2012 01_27

Herr Caglar Yanik wurde als Jahrgangsbester ausgezeichnet. Frau Methner überreichte ihm dafür eine Anerkennung des Vereins der Freunde und Förderer der Abendschulen.

 

Abend der offenen Tür

Abend der offenen Tür2

Die Studierendenvertretung der Abendschulen begrüßt interessierte Besucher; Frau Huth von der Agentur für Arbeit, Berufsberaterin für Haupt- und Realschüler, unterstützt sie bei der Beratung.

Abitur mit Migrationshintergrund

43% der Studierenden an Abendhaupt- und –realschule sowie am Abendgymnasium haben nicht-deutsche Eltern, die meisten sind in Deutschland geboren und hier aufgewachsen. Sehr viele machen Abitur.

Sahin gungör 2009Türkisch oder Russisch ist für viele tatsächlich „nur“ die Muttersprache und es fällt ihnen spielend leicht, vom Russischen oder Türkischen ins Deutsche zu wechseln, das ihnen ebenso vertraut ist. Familiennamen wie „Yildirim“ bereiten weder Lehrern noch Studierenden Ausspracheschwierigkeiten, man kennt sie, ebenso wie urhessische Nachnamen aus der Umgebung.

Die türkischen Studierenden sind mit 46% die zahlenmäßig stärkste Gruppe, aber auch osteuropäische Länder sind stark vertreten. Insgesamt ist der Anteil an Studierenden mit Migrationshintergrund an den Abendschulen Marburg um mehr als 30% höher als im Landkreis allgemein. Besonders der hohe Anteil Studierender auf dem Abendgymnasium ist auffällig: Er beträgt 59,2 % und übertrifft damit deutlich den Anteil an den Gymnasien und Oberstufen des ersten Bildungsweges. Schulleiter Dr. Wilhelm Wöllert begründet dies damit, dass diese Studierenden oft besonders leistungsbereit und leistungsstark seien. 26,3% der Abendgymnasiasten mit ausländischen Wurzeln wurden auch im Ausland geboren.

Ein Studierender, der nicht in Deutschland geboren ist und in diesen Tagen erfolgreich sein Abitur absolviert, ist Sahin Güngör. Er kam 1993 von Istanbul nach Deutschland und ist somit Migrant der ersten Generation. Er besuchte zunächst im Sommersemester 2008 die Abendrealschule, wurde jedoch von seinen Lehrerinnen und Lehrern recht bald in eine höhere Klasse versetzt und macht jetzt Abitur. Während seiner Zeit an Abendrealschule und Abendgymnasium hat er die Schulgemeinde an festlichen Anlässen wie Abschieds- oder Jubiläumsfeiern mit kurdischen Liedern unterhalten – Güngör ist nämlich nicht Türke, wie oft angenommen wird, sondern Kurde. Er mag deutsches Bier und wird eine deutsche Frau heiraten. Die Erfahrung an der Abendschule empfindet er als positiv und hat sich nicht zuletzt deswegen dafür entschieden, der Institution Schule treu zu bleiben. Er wird nämlich Lehramt studieren und mit Sicherheit auch als Lehrer sein Instrument, das Saz, nicht beiseitelegen.

Sahin Güngörs Klassenkameradin Olga Boger stammt – wie viele Studierende der Abendschulen – aus Kasachstan und ist 1993 mit ihren Eltern nach Deutschland gekommen. Ob sie studieren wird, weiß sie noch nicht, denn die junge Frau hat bereits eine Ausbildung zur Industriekauffrau gemacht und drei Jahre lang als Sachbearbeiterin gearbeitet. Beides, Arbeit und Schulbesuch, seien nicht immer stressfrei nebeneinander her gelaufen, aber Sie ist zu Recht stolz darauf, dies gemeistert zu haben. Ihre Mitschüler wird sie vermissen, denn, so sagt sie: „Sie sind mir ans Herz gewachsen“.

 Abiturienten 2011 12_16

Nikolaus

Nikoläuse an den Abendschulen

"Studierende der Abendschulen Marburg verteilten an die Lehrerinnen und Lehrer zum Nikolaus keine Ruten! Ein Engel in Begleitung mit zwei Elchen/Rentieren verteilte vielmehr Süßes - nämlich schöne, rot eingepackte Schokoladen-Nikoläuse."

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