Schulleben

Chancen für Migranten

aufgeweckt 2011Eine vor kurzem durchgeführte Befragung unserer Studierenden durch die Schulleitung hat ergeben, dass etwa 55% der Studierenden an den Abendschulen ausländische Wurzeln haben. Der Anteil der Migrantenkinder, aber auch der Zuwanderer aus der ersten Generation liegt dabei wesentlich höher als im Bevökerungdurchschnitt Marburgs. Die Lehrerinnen und Lehrer der Abendschulen haben sich schon lange auf diese Entwicklung eingestellt und begrüßen sie als willkommene Erweiterung der Erfahrung „Abendschulen“. Vor vier Jahren gab es einen pädagogischen Tag zum Thema „Migration“, in unseren Klassen ist Multikulturalität Alltag, auf unseren Festen gibt es Köstilichkeiten aus allen Kontinenten. An islamischen Feiertagen werden selbstverständlich keine Klausuren geschrieben.
Der größte Anteil unserer Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund stammt aus der Türkei. Russland, Osteuropa, Österreich, Pakistan, Afghanistan und Indien und sogar die Karibik und Somalia werden als Herkunftsländer und -regionen unserer Studierenden oder ihrer Familien genannt.
Um der Tatsache gerecht zu werden, dass der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration vor allem die Sprache des neuen Heimatlandes ist, wie kürzlich auch der türkische Staatspräsident Abdullah Gül auf seiner Deutschlandreise betont hat, bieten die Abendschulen zur Verbesserung der Deutschkenntnisse für ihre Studierenden zusätzlich zum normalen Unterricht auch einen Deutschkurs an.
Wir sind sehr stolz darauf Interessierten die Möglichkeit zu bieten ihre Begabungen auszuschöpfen. Gerade am Abendgymnasium ist der Anteil von Migranten der ersten Generation, die nicht in Deutschland geboren sind, besonders hoch. Dies zeigt einen besonderen Leistungswillen bei jungen Frauen und Männern, die ihre Heimatländer verlassen mussten, und wir freuen uns darüber, dass wir sie auf ihrem Weg unterstützen können. Das gemeinsame Lernen bietet die einzigartige Chance eine gemeinsame Zukunft zu gestalten.

 

↑ Nach oben