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Rosenmontag, 04.03.2019

25 geflüchtete junge Erwachsene treffen ihre Paten

Freundschafter-Projekt geht in die zweite Runde

Dienstag, 16. Januar, 16:00 Uhr: Draußen ist es kalt und regnet es in Strömen. Aber die Cafeteria der Abendschulen Marburg ist hell erleuchtet und wirkt einladend. Hier treffen junge Erwachsene zum ersten Mal aufeinander.

Obwohl sie alle im selben Alter sind, sind ihre Lebensläufe sehr verschieden. Die einen leben noch nicht lange in Deutschland. Sie kommen aus Afghanistan, Eritrea, Äthiopien, Syrien oder Pakistan und sie besuchen die Abendschulen Marburg, um ihren Hauptschulabschluss zu erreichen. Die anderen sind für ein Studium nach Marburg gezogen und studieren beispielsweise Psychologie oder Sozialwissenschaften. Aber sie alle haben sich für das Freundschafter-Projekt des Vereins passion1 beworben.

In gemütlicher Runde stellen sich die jungen Frauen gegenseitig vor und spätestens beim Erklären der Spielregeln eines Kartenspiels ist das Eis gebrochen. Unter fröhlichem Gelächter verbringen die Teilnehmerinnen des diesjährigen Freundschafter-Projektes einen lustigen Nachmittag miteinander.

Der gemeinnützige Verein passion1 engagiert sich für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Marburg und hat das Freundschafter-Projekt vor mehr als einem Jahr ins Leben gerufen. „Unsere Idee ist es, mit initiierten Patenschaften zwischen Geflüchteten und Einheimischen in Marburg und Umgebung ein bereicherndes Miteinander zu fördern und Freundschaften auf Augenhöhe zu ermöglichen.“, erklärte Rebecca Henz verantwortlich für die Projektleitung.

Für ein halbes Jahr treffen sich nun 25 geflüchtete Studierende der Abendschulen Marburg mit ihren Paten. Zweimal im Monat werden sie gemeinsam Zeit miteinander verbringen und sich so besser kennenlernen. Hiebei stehen Austausch und Spaß im Vordergrund. Zu welchen Unternehmungen und Ausflügen sie sich verabreden, hängt ganz von den Interessen der Beteiligten ab. Ob sie gemeinsam Sport treiben oder Spielenachmittage veranstalten – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Bei den jungen Frauen in der Cafeteria entspinnt sich schnell ein Dialog über Lieblingsgerichte und typische regionale Spezialitäten. Vielleicht wird daraus ja ein multikultureller Abend mit traditionelle Speisen und guter Unterhaltung.

„Die Erfahrungen aus dem letzten Durchgang waren sehr positiv.“, weiß Rebecca Henz zu berichten. Einige der Kontakte seien über den verabredeten Zeitraum hinaus bestehen geblieben. Sie ist zuversichtlich, dass dies auch in diesem Durchgang so sein wird.

Neugierig gewordenen?
Wenn Sie selbst Pate oder Patin werden wollen, können Sie sich unter informieren.

 


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